10 Dinge, die Eltern über Minecraft wissen sollten

10 Dinge, die Eltern über Minecraft wissen sollten

„Minecraft“ ist ein Phänomen. 2009 ist es zuerst für den PC erschienen, 2012 folgte die erste Konsolen-Version auf der Xbox 360. Inzwischen ist das Spiel auf nahezu allen Plattformen verfügbar, stationär wie mobil. Und seit Monaten steht es in der wöchentlichen Top 10 der meistgekauften Spiele, Hunderte Videos gibt es zum Spiel auf YouTube. Kurzum: Die Kids lieben „Minecraft“! Aber warum eigentlich? Hier sind einige grundsätzliche Dinge, die Sie über das Spiel wissen sollten:

1. Es ist wie LEGO in digitaler Form, allerdings mit unendlich vielen Bausteinen und unendlich viel Platz!

Haben Sie sich schon mal gewundert, warum „Minecraft“ in ziemlich altbacken wirkender Klötzchengrafik daherkommt? Es liegt am Spielprinzip: Alle diese Klötze sind quasi Bauteile. Die ganze Welt des Spiels besteht daraus. Sogar das Wasser ist aus Klötzchen! Wir können welche abbauen oder hinzufügen und so beispielsweise Gebäude bauen. Die verfügbaren Ressourcen sind unendlich. Der Spieler kann also unglaublich detailliert ausgearbeitete Welten kreieren.

Die Spieler können aus verschiedenen Baublöcken wählen und so ihre Welt individuell gestalten. Und wer sagt, dass es pro Spieler nur ein Haus geben muss? Es ist genug Platz für eine Reihensiedlung da!

Die Spieler können aus verschiedenen Baublöcken wählen und so ihre Welt individuell gestalten. Und wer sagt, dass es pro Spieler nur ein Haus geben muss? Es ist genug Platz für eine Reihensiedlung da!

2. Die Spieler müssen taktisch handeln und gut haushalten.

„Minecraft“ kann einen ganz wesentlichen Lerneffekt auf Kinder ausüben – nämlich den des Überlebens. Das Ziel des Spiels ist es letztlich nämlich, zu überleben: Die Spieler bauen sich ein Haus, stellen Waffen her, sammeln Essen und wappnen sich dadurch für Gegner, die in der Nacht erscheinen (das Spiel hat einen Tag-Nacht-Wechsel). Die Spieler müssen aus ihrem Haus also eine Festung machen, die sie vor diesen bösen Unholden schützt und eventuell sogar eine sinnvolle Abwehr einrichten. Das erfordert nicht nur Kampfgeist, sondern vor allem gutes Management.

3. In „Minecraft“ ist man nicht allein.

Die „Minecraft“-Community ist riesig. Im Internet tauschen sich die Spieler rege aus, nicht nur über das Spiel. Wer online spielt, lernt weitere Spieler kennen. Daraus können Freundschaften entstehen.

4. „Minecraft“ ist „Was-wäre-wenn“ auf dem Bildschirm

Kinder lieben es, sich aus übergroßen Kartons ein Haus zu basteln und damit zu spielen. In „Minecraft“ geschieht etwas sehr Ähnliches, die Kinder basteln sich ihre eigene Welt mit einem Zuhause. In „Minecraft“ sind der Fantasie allerdings keine Grenzen gesetzt. Wer will, baut sich einen meterhohen Turm oder gräbt ein ausgefeiltes Kanalsystem in den Boden. Wer sich Videos bei YouTube anschaut, stellt fest, dass viele Kids hier äußerst engagiert sind. Letztendlich sollte dürfte es Eltern sicher lieber sein, wenn ihre Kinder in einer virtuellen Welt ihre kreative Ader auslassen, anstatt einfach nur fernzusehen, oder?

Hoppla, da sind Monster im Wohnzimmer! Wer seine Festung nicht dicht macht, bekommt ungebetenen Besuch.

Hoppla, da sind Monster im Wohnzimmer! Wer seine Festung nicht dicht macht, bekommt ungebetenen Besuch.

5. Auf YouTube gibt es zahlreiche Videos zum Spiel – sehr viele davon sind Anleitungen.

Wer „Minecraft“ bei YouTube eingibt, erhält Millionen von Treffern. Unglaublich. Die Spieler basteln und teilen ihre Erlebnisse, was das Zeug hält. Darunter sind aber auch Clips, in denen gezeigt wird, wie „Minecraft“ funktioniert. Kids können sich informieren und sich beibringen lassen, welches Werkzeug sie brauchen oder wie sie wertvolle Materialen sammeln können. Die Kinder lernen genau hinzusehen und hinzuhören, um den Anweisungen zu folgen. Dann setzen sie das Gelernte im Spiel auf ihre Weise um.

6. Ein Universum, das wächst und wächst.

„Minecraft“ ist kein Spiel, das einmal durchgespielt wird und dann in der Ecke liegt. Es regt immer wieder an, neu entdeckt zu werden. Dafür sorgen vor allem laufend kostenlose neue Updates, die die Spielwelt erweitern. Nachdem Microsoft die Rechte an der Marke gekauft hat, hat das Unternehmen viele Projekte rund um „Minecraft“ laufen. Dazu zählen auch Virtual-Reality-Erlebnisse. Es ist also eine Spielemarke, die ihre guten Jahre definitiv noch vor sich hat!

7. Es gibt keine echte Gewalt, aber es gibt den Tod.

Wenn nachts unheimliche Wesen die Festung des Spielers angreifen, kann dieser mit Waffengewalt zurückschlagen. Sonst greifen die Wesen den Spieler an, zerstören seine gesammelten Güter. Es geht ums Überleben. Um Nahrung zu sammeln, können die Spieler außerdem Tiere züchten und halten – sie müssen sie aber ebenso schlachten, um letztlich an das Fleisch zu kommen. Für Eltern mag es etwas verstörend sein, dass ihre Kinder virtuelle Schweine und Kühe töten, aber der Sinn dahinter erschließt sich auch den jungen Spielern. Es gehts ums Überleben. Es ist also nie ein sinnloses Töten. Und genau so geschieht es in der Wirklichkeit. Wenn Sie als Eltern Ihre Kinder davor bewahren möchten oder dazu eine kritische Stellung haben: Starten Sie eine Diskussion über das Thema mit Ihren Kindern. „Minecraft“ kann dafür ein guter Anlass sein, denn es adaptiert schließlich  die Realität.

Schweinen können gezüchtet und geschlachtet werden, um wichtige Nahrung zu bekommen.

Schweinen können gezüchtet und geschlachtet werden, um wichtige Nahrung zu bekommen.

8. Die Grenze zwischen Spiel und Realität kann in positiver Weise verschwimmen.

Eltern berichten von Kindern, die ihr Zimmer aufgeräumt und ihr Spielzeug sortiert haben, weil sie es so auch in ihrer virtuellen Festung in „Minecraft“ getan haben. Verblüffend, oder? Das Spiel adaptiert viele Dinge aus der Realität auf simple Weise: Die Spieler können per Knopfdruck aus der Wolle von Schafen Kleidung herstellen. Aber wie geht das in Wirklichkeit? Vielleicht können Sie ja die Neugier Ihres Kindes wecken. Wäre das nicht die Gelegenheit für einen Ausflug zum Bauernhof? Sie werden erstaunt sein, wie viele Paralleln Ihr Kind aus dem Spiel ziehen wird!

9. „Minecraft“ öffnet die Tür für weitere Gespräche über zahlreiche Themen.

Was ist gut, was ist schlecht? Wer darf leben und wer muss sterben? In „Minecraft“ ist das ziemlich einfach definiert. In der echten Welt ist das hingegen nicht der Fall. Sprechen Sie darüber! Die Kinder müssen sich in dem Spiel auch damit auseinandersetzen, was ein gutes Haus ausmacht, wie man sich um Tiere kümmert und wie sie Ressourcen aus der Umwelt sinnvoll nutzen. All diese Aufgaben spiegeln wichtige Handlungen aus dem wirklichen Lieben wider.

10. Eltern können „Minecraft“ wunderbar gemeinsam mit ihren Kindern erleben.

Zuvor haben wir es schon angedeutet: Wer ein Schaf in „Minecraft“ schert, will das vielleicht auch mal in echt sehen. Und so gibt es viele Themen aus dem Spiel, die Eltern mit ihren Kids gemeinsam besprechen oder sogar erleben können. Es geht aber noch einfacher: Spielen Sie mal gemeinsam „Minecraft“ oder schauen Sie zu. Lassen Sie sich die Welt zeigen, die Ihre Kinder erschaffen haben. Sie werden Ihren Nachwuchs mit völlig anderen Augen sehen. Dass auf YouTube so viele Videos online sind, zeigt ja, wie stolz die Kinder auf ihre Werke sind. Sie wollen es zeigen! Und da „Minecraft“ an der Konsole mit vier Spielern gleichzeitig gespielt werden kann, bietet es sich wunderbar für ein Familien-Erlebnis an. Bauen Sie doch mal zusammen eine Welt.

Bastian André
... spielt leidenschaftlich an der Konsole seit er mit acht Jahren ein "Sega Master System" geschenkt bekommen hat.

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