Der richtige Umgang mit Spielen

Tipps für Eltern, Erziehende und Einsteiger
Foto: Disney/Microsoft
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Haben Sie keine Scheu vor Videospielen, auch, wenn Sie damit noch nie etwas zu tun hatten. Denn für Ihre Kinder gehören sie womöglich zum Alltag – und erst recht müssen Eltern dann eine Vorbildrolle einnehmen. Mit diesen Tipps kommen Sie auch als Anfänger in der Videospielewelt zurecht.

Empfehlung: Videospiele erst ab acht Jahren

Die meisten Pädagogen sagen, dass Kinder frühestens ab acht Jahren regelmäßig mit Videospielen zu tun haben sollten. Für einen gesunden Umgang mit Spielen ist es demnach nötig, dass Kinder zwischen Spiel und Realität unterscheiden können. Diese Fähigkeit entwickele sich oft erst im Grundschulalter. Kinder sollten außerdem in der Lage sein, selbstständig Rätsel und Aufgabenstellungen in Spielen zu lösen. Dafür müssen sie meist gut lesen können, um die Hinweise in Spielen zu verstehen.

Heutzutage kommen Kinder immer früher mit Spielen in Berührung. Daher empfiehlt Gamefamily manche Spiele auch bereits ab sechs Jahren – einfach, damit Eltern auch für dieses Alter bereits geeignete Spiele finden können.

Auf die Altersfreigabe achten

Das erste Merkmal für ein geeignetes Spiel ist die USK-Freigabe, also die Alterskennzeichnung direkt auf der Verpackung eines Spiels. Die Siegel helfen Ihnen bei der Orientierung, wie gruselig oder gewalthaltig ein Spiel ist. Spiele „ab 6“ können bereits Szenen beinhalten, die auf Kinder unheimlich wirken. In Spielen „ab 12“ sind schon kampfbetonte Handlungen durch den Spieler Teil des Spielprinzips, üblicherweise jedoch in Fantasiewelten oder in comichafter Erzählweise. Spiele „ab 16“ handeln hingegen auch in alltagsrelevanten Szenarien, beinhalten kampforientierte Elemente oder sehr unheimliche Szenarien.

Die beste Spielkonsole ist...

Die Faustregel bei der Suche nach einer Spielkonsole lautet: Die beste Technik nützt nichts ohne das richtige Spiel. „Die beste“ Spielkonsole sollten Sie also nicht anhand technischer Daten suchen, sondern zuerst auf das Spiele-Angebot achten. Fragen Sie Ihre Kinder, ob sie bereits eine bestimmte Konsole im Auge haben und welche Spiele sie interessant finden. Eine weitere Hilfe sind Freunde und Bekannte, die bereits eine Konsole besitzen und Spiele empfehlen können. Praktisch: Wenn Sie sich für die gleiche Konsole entscheiden, die ihre Bekannten schon haben, können Sie Spiele untereinander ausleihen oder tauschen. Das spart Geld.

Das richtige Spiel finden

Da das USK-Siegel nur eine Alterseinstufung ist, jedoch nicht verrät, wie komplex ein Spiel ist, sollten Sie sich zusätzlich über die Qualität eines Spiels informieren. Dafür gibt es natürlich die Tests auf Gamefamily, aber auch Fachpersonal im Handel oder die Webseiten der jeweiligen Hersteller. Auch Videos zu einem Spiel auf Seiten wie YouTube sind hilfreich.

Um ein unterhaltsames Spiel für Ihr Kind zu finden, sollten Sie sich an dessen Wünsche und Interessen orientieren. Denken Sie dabei an andere Hobbys oder das Interesse an Sport, Autos oder Tieren. Auch beliebte Marken wie „Star Wars“, „Super Mario“ oder „LEGO“ sind bei Kindern meist eine gute Wahl und es gibt viele Spiele dazu im Handel. Erkundigen Sie sich im Bekannten- und Freundeskreis nach Videospielen. Sie könnten ein Spiel erst mal ausleihen, um herauszufinden, ob es Ihrem Kind Spaß macht.

Gibt es Spiele, die Sie selbst spannend finden und mit Ihren Kindern spielen würden? Nichts eignet sich besser zum Einstieg in die Videospielewelt als ein Spiel, das Eltern gemeinsam mit ihren Kindern erleben.

Ab ins Wohnzimmer!

Stellen Sie die Spielkonsole an einem Ort im Haus auf, wo sich das Familienleben abspielt, damit Videospiele ein Teil davon werden und sich nicht zu einem isolierten Hobby wandeln. Ihr Kind sollte seine Zeit in virtuellen Welten nicht alleine im Kämmerlein verbringen. Die zentrale Position gibt Ihnen außerdem die Möglichkeit, besser überwachen zu können, was Ihr Kind spielt und wie lange es das tut.

Spielen Sie gemeinsam

Viele Videospiele lassen sich im Mehrspielermodus gemeinsam erleben – entweder gegeneinander in spannenden Wettkämpfen oder kooperativ, also in Zusammenarbeit. Solche Spiele sind für Familien besonders empfehlenswert. Dadurch können Sie zusammen mit Ihrem Nachwuchs die spannenden virtuellen Welten entdecken. Kinderfreundliche Spiele, die so etwas bieten, sind unter anderem die „LEGO“-Spiele, die „Skylanders“-Spiele, „Mario Kart“ und „Super Mario Bros.“. Tanzspiele wie „Just Dance“ sorgen für gemeinsame Bewegung vor dem Fernseher.

Werfen Sie einen Blick ins Spiel

Spielen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind, beteiligen Sie sich am Spielgeschehen und teilen Sie mit Ihrem Nachwuchs die Eindrücke und Erfahrungen. Werfen Sie einen genauen Blick in den Spielinhalt und wie Ihr Kind darauf reagiert. Lassen Sie sich von Ihrem Kind erklären, womit es sich beschäftigt. Damit signalisieren Sie einerseits Interesse, zugleich erhalten Sie einen Eindruck davon, wie Ihr Kind ein Spiel wahrnimmt.

Es ist sinnvoll, schon vor dem Kauf eines Spiels mit Ihrem Kind darüber zu sprechen. Sie sollten Ihr Kind nur Spiele spielen lassen, die Sie zuvor miteinander besprochen haben und über dessen Inhalt Sie Bescheid wissen.

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