“Ice Age”-Videospiel angespielt: Mit Scrat auf putziger Nüsschensuche

Wie gut wird das neue Abenteuerspiel?

Mitte Oktober erscheint nach langer Zeit mal wieder ein Videospiel zu den “Ice Age”-Kinofilmen. Auf der Gamescom hatte Gamefamily die Gelegenheit, den familienfreundlichen Titel erstmals anzuspielen. Hier sind die Eindrücke.

Das Eichhörnchen Scrat aus “Ice Age” ist eine absolute Kultfigur und aus den Hollywood-Animationsfilmen nicht wegzudenken. Nachdem es eine zeitlang um “Ice Age”-Videospiele ruhig war, erscheint nun am 18. Oktober eine Spieladaption, die sich erstmals ausschließlich um das witzige Nagetier dreht. In “Scrats nussiges Abenteuer” schlüpfen wir in die Rolle von Scrat und begeben uns auf Nusssuche quer durch die prähistorische Welt aus den Kinofilmen. Dabei begegnen wir nicht nur altbekannten Figuren, sondern auch zahlreichen grimmigen Viechern, die Scrat ans Leder wollen.

Klassisch gehalten, simpel aufgebaut

Auf der Gamescom-Messe in Köln Mitte August hatte ich die Gelegenheit, eine erste Demo-Version des Spiels anzutesten und mit Pressesprechern des Herstellers Outright Games zu sprechen. Die zeichnen sich unter anderem für “Dragons: Aufbruch neuer Reiter” verantwortlich, das sich im Test als grundsolides Abenteuer für junge Spieler entpuppt hat. Das macht Hoffnung, denn leider sind Spiele zu Filmen allzu oft nicht besonders gut und verstecken ihre magere Qualität hinter dem großen Namen. Wie ist es hier?

Tatsächlich wirkt Scrats Abenteuer bereits in der Demo recht ordentlich. Den Entwicklern ist es gelungen, den Charme und die Optik der Filme einzufangen. Scrat bewegt und gibt Laute von sich, wie wir es kennen und lieb gewonnen haben. Das Gameplay selbst ist absolut klassisch für ein Hüpfabenteuer: Wir springen von einer Plattform zur anderen, klettern eine Wand hoch, sammeln wertvolle Kristalle und setzen uns gegen Gegner zur Wehr. Dafür kann Scrat eine Art Stampfattacke machen, seinen buschigen Schwanz drehen oder einfach den Feinden auf den Kopf springen. Die Gegnerkämpfe sind simpel und schnell beherrschbar.

Scrat muss auf seinem Abenteuer Kristalle sammeln und dabei kleinere Rätsel lösen oder Schalter umlegen. Dafür erlernt er später unter anderem eine Telekinese-Fähigkeit, um schwere Blöcke zu verschieben. Ebenso kann er Wände nicht nur hochgeklettern, sondern auch flink von einer Wand zur anderen hechten – wie ein Eichhörnchen das halt so macht. Erfrischend ist, dass die Level nicht komplett schlauchartig gestaltet sind und wir einfach nur von A nach B laufen, sondern ein wenig Bewegungsfreiheit besteht. So gibt es immer wieder Stellen, an denen wir vom eigentlichen Pfad abweichen und hinter einem Baum oder in einer versteckten Höhle weitere Gegenstände finden können. Dabei entdecken wir auch liebevoll platzierte Details, wie einen Wasserfall auf der anderen Seite, in dessen Nähe zwei Mammuts grasen.

Ganz klar ein Spiel für junge Abenteurer

Mir wurde schnell klar, dass “Ice Age: Scrats nussiges Abenteuer” ein Spiel für junge Gamer wird – denn besonders anspruchsvoll war die Demo zumindest nicht. Das muss aber gar nichts schlechtes bedeuten, im Gegenteil: Gerade junge Spieler und Einsteiger werden hier mit den simplen Aufgaben und der übersichtlichen Levelgestaltung besser klarkommen als bei einem komplexeren Jump’n-Run-Spiel. In der Demo-Version war die Steuerung allerdings noch etwas schwammig, sodass nicht jeder Sprung oder Angriff mit Scrat auf Anhieb klappte. Das ist aber essenziell für ein gutes Hüpfspiel und ändert sich hoffentlich noch bis zur Veröffentlichung am 18. Oktober.

Auf Sprachausgabe muss leider verzichtet werden, allerdings wurde mir vor Ort gesagt, dass es nur wenige Textboxen zum Lesen geben soll und die meisten Aufgaben auch so verständlich seien. Damit wäre das Spiel auch für Kinder ab sechs Jahren meisterbar. Als besonderer Kinder-Bonus sei erwähnt, dass Scrat nicht sterben kann – wenn wir zum Beispiel versehentlich in einen Abgrund stürzen, poppt das Eichhörnchen einfach wieder im Level auf und wir starten einen weiteren Versuch. Auch besonders gruselige Gegner gibt es nicht. Auf diese Art der Darstellung, so sagte man mir, würden die Entwickler besonders wert legen.

Einschätzung:

Das erste “Ice Age”-Abenteuer mit Scrat in der Hauptrolle macht einen soliden Eindruck. Das Spiel richtet sich ganz klar an junge Spieler. Die Level sind übersichtlich und einfach gestaltet, besonders anspruchsvoll dürfte das fertige Spiel wohl nicht werden. Damit könnte “Ice Age: Scrats nussiges Abenteuer” ein idealer Kandidat für Familien mit jungen Kindern werden. Es bleibt aber abzuwarten, wie abwechslungsreich das fertige Produkt trotzdem noch wird. Eines ist den Machern immerhin bereits gelungen: Scrat ist in diesem Spiel genauso putzig und witzig, wie wir es aus den Kinofilmen kennen. Die Richtung stimmt also schon mal – ich bin auf das Ergebnis am 18. Oktober gespannt!

“Ice Age: Scrats nussiges Abenteuer” erscheint am 18. Oktober für alle aktuellen Spielkonsolen.

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