»Red Dead Redemption 2« ist da: Was Eltern jetzt wissen sollten

Auf dieses Spiel hat die Gaming-Welt gewartet: „Red Dead Redemption 2“ ist nach acht Jahren Entwicklungszeit für PS4 und Xbox erschienen. Das Spiel führt uns in ein aufregendes Abenteuer im Wilden Westen – mit reichlich Schusswechseln und einer blutigen, schonungslosen Geschichte.

Die Videospielwelt ist dieser Tage in heller Aufregung, denn mit „Red Dead Redemption 2“ ist das sicherlich meisterwartete Spiel des Jahres erschienen. Acht Jahre mussten die Spieler seit dem ersten Teil warten. Der Grund für die Begeisterung ist aber auch, dass hinter „Red Dead Redemption 2“ Entwickler von „GTA 5“ stecken, einem der populärsten Videospiele auf dem Markt. Die Erwartungen am neuesten Spiel sind dementsprechend hoch und die Verkaufszahlen von „Red Dead Redemption 2“ düften erneut durch die Decke gehen. Eltern sollten bei all dieser Aufregung um das Spiel wissen, worum es eigentlich geht – und warum es ab 18 Jahren freigegeben ist.

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Hinweis in eigener Sache: Ich konnte „Red Dead Redemption 2“ noch nicht selbst anspielen. Der Hersteller hat mir aber freundlicherweise ein Testmuster zur Verfügung gestellt. Ein ausführlicher Artikel mit meinen Eindrücken folgt also noch, auch ein Erklärvideo ist geplant. Die Informationen in diesem Text stammen aus Videos und Berichten anderer Magazine.

„Red Dead Redemption 2“ handelt 1899 in Amerika, am Ende der Wild-West-Ära. Wir schlüpfen in die Rolle des Hauptprotagonisten Arthur Morgan, der sich nach einem fehlgeschlagenen Raub in der Stadt Blackwater mit seiner Van-der-Linde-Gang auf der Flucht befindet. Bundesagenten und die besten Kopfgeldjäger des Landes sind ihnen dicht auf den Fersen, und die Gang muss sich raubend, stehlend und kämpfend über Wasser halten. Als interne Konflikte drohen, die Gang auseinanderzureißen, muss sich Arthur zwischen seinen eigenen Idealen und der Loyalität zu der Gang entscheiden.

In der Rolle von Arthur durchqueren wir als Spieler die extrem große, weitläufige amerikanische Landschaft zur Zeit der Jahrhundertwende. Darunter sind schneebedeckte Bergpfade der östlichen Grizzlies, grasbedeckte Ebenen, Tabakfelder, Sümpfe und das klassische Grenzland im Südwesten. Überall erwartet den Spieler eine Vielzahl von Aktivitäten und Spielmöglichkeiten, die zu der jeweiligen Region passen. Wir können der sehr aufwendig erzählten Hauptgeschichte folgen oder abseits davon zahlreichen Nebenaktivitäten nachgehen, die an vielen Stellen aufwarten – wie Geschäfte ausrauben, Geld eintreiben oder angeln gehen.

Die Welt in „Red Dead Redemption 2″ ist authentisch und zugleich an vielen Stellen schmutzig, düster und schonungslos. Das Spiel setzt dabei auf eine realistische Gewaltdarstellung. Es fliegen zwar keine Körperteile durch die Luft, aber Blut spritzt trotzdem. In der großen Spielwelt treiben sich üble, schonungslose Gangs herum, die uns ans Leder wollen. Immer wieder sterben Menschen während der Hauptgeschichte und in den Nebenaufgaben – oft durch unsere Hand, mit dem Messer oder der Pistole. Die Action ist knallhart inszeniert. Das Spiel bietet sogar einen speziellen Zeitlupenmodus, um Gegner in Ruhe anzuvisieren, sie zu markieren und ihnen so gezielt in den Kopf zu schießen. Das schaltet unsere Feinde am effektivsten aus.

Zugleich geben die Entwickler dem Spieler aber auch gewisse Regeln vor. Denn wie wir uns verhalten, hat Einfluss auf das Spielerlebnis. Begehen wir Verbrechen, die von Zeugen gemeldet werden, werden wir von den örtlichen Gesetzeshütern gesucht und ein Kopfgeld wird ausgesetzt. Das Bezahlen von Kopfgeld setzt den Fahndungsstatus in einem Gebiet zurück. Das Kopfgeld in einem Staat summiert sich mit jedem weiteren Verbrechen und das Gesetz wird Verstärkung rufen, wenn wir weiterhin Verbrechen begehen.

Ebenso wertet das Spiel unser Verhalten aus: Wenn der Spieler ehrenhafte Taten vollbringt, wie Dorfbewohner vor Gefahr zu retten oder Kriminelle dem Gesetz zu übergeben, reagiert die Spielwelt positiver auf ihn. Begeht Arthur viele unehrenhafte Taten, wie das Töten von Zivilisten oder Diebstahl, dann werden die Menschen in der Spielwelt ihn fürchten.

Glaubhaft erzählt – und darum nichts für Kinder

Die Entwickler geben dem Spiel einen sehr glaubwürdigen Touch. Dahinter steckt ein enormer Aufwand, den man auch sieht. „Red Dead Redemption 2“ sei das bisher ambitionierteste Projekt des Herstellers. Allein um die Geschichte zu erzählen, wurden mehr als 1000 Schauspieler engagiert, die den virtuellen Charakteren glaubhaft Leben einhauchen.

Doch diese detaillierte Gestaltung bringt eben auch das harte, schonungslose Amerika zu jener Zeit hervor. Gewalt und vulgäre Sprache sind ein wesentlicher Bestandteil davon. Das trägt zur Atmosphäre und Authentizität des Spiels entscheidend bei, macht „Red Dead Redemption 2“ aber eben zu einem Spiel ausschließlich für Erwachsene.

Bild: Rockstar Games
Geschrieben von
... spielt leidenschaftlich an der Konsole seit er mit acht Jahren ein "Sega Master System" geschenkt bekommen hat.

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