“Team Sonic Racing” im Test: Nachschub für Fans von “Mario Kart”

Hält Sonic mit dem großen Vorbild Mario mit?

Segas Maskottchen Sonic und weitere Charaktere begeben sich auf die Rennpiste. Bereits 2010 kam ein Funracer mit dem blauen Igel auf den Markt und heimste ordentliche Bewertungen ein. Wie schlägt sich nun der neue Ableger? Der Test verrät es.

Es gibt Nachschub für Fans von Fun-Racern wie “Mario Kart”: Mit “Team Sonic Racing” düsen wir ähnlich flott und irrwitzig auf teils quietschbunten Pisten und fegen das gegnerische Fahrerfeld mit Waffen von der Bahn. So viel sei schon mal verraten: Das Sonic-Rennspiel kann durchaus mit dem Vorbild Super Mario mithalten. Im Vergleich zum Rennspiel von Nintendo ist “Team Sonic Racing” einen Tick flotter und damit auch ein wenig unübersichtlicher. Es braucht mehr Zeit, um sich an das rasante Gameplay zu gewöhnen. Trotzdem ist es dank mehrerer Modi ein gutes Spiel für junge Spieler und Einsteiger sowie für die ganze Familie.

Spielbar ab...

6 Jahren

Schwierigkeit

anpassbar

Umfang

min. 8 Stunden

Das Prinzip des Spiels ist schnell erklärt: Sonic und weitere Sega-Maskottchen fahren auf Rennstrecken um die Wette. Wer zuerst im Ziel landet, gewinnt – wie das eben so üblich ist. Doch im Gegensatz zu gewöhnlichen Rennspielen können wir unserem Sieg mit diversen Items auf die Sprünge helfen – zum Beispiel mit Raketen, die wir nutzen, um Fahrer vor uns abzuschießen, oder ein Turbo, der unser Gefährt kurzzeitig beschleunigt. Diese nützlichen Objekte sammeln wir auf der Strecke auf und machen es damit dem gegnerischen Fahrerfeld schwer. Da unsere Kontrahenten solche Waffen aber auch einsetzen können, müssen wir stets aufmerksam sein und versuchen, den Fallen aus dem Weg zu gehen.

Dieses Prinzip erstreckt sich in “Team Sonic Racing” auf verschiedene Modi. So können wir alleine spielen oder mit bis zu drei weiteren Freunden im Mehrspielermodus. Die restlichen der insgesamt 12 Mitfahrer werden vom Computer gesteuert. Alternativ treten wir im Online-Modus gegen menschliche Mitspieler an, die auf der ganzen Welt verteilt sind.

Die Besonderheit des Spiels steckt bereits in seinem Namen, denn erstmals können wir als Team die Rennen fahren. Dieses Team besteht aus drei Mitgliedern. Spielen wir alleine, stehen uns zwei computergesteuerte Freunde zur Seite. Einen Sieg zu erreichen, ist als Team einfacher, denn es zählt die Gesamtplatzierung und nicht die Einzelplatzierung. Außerdem können wir Items untereinander tauschen und uns so gegenseitig aus der Patsche helfen. Sehr praktisch ist auch der Windschatteneffekt, der uns eine kräftige Beschleunigung verpasst, sobald wir einem Teammitglied direkt hinterher fahren. Gekonnt eingesetzt, überholen wir damit zuerst unseren Partner und dann die Gegner vor ihm.

Spielen wir alleine, fallen diese netten Funktionen weg. Dann gilt: Jeder gegen jeden. In dieser Variante ist “Team Sonic Racing” auch spürbar schwieriger. Für jüngere Spieler und Einsteiger ist der Team-Modus daher eine richtig gute Möglichkeit, um ins Spiel zu finden. Und natürlich können wir auch im Mehrspielermodus ein Team bilden und so als Familie gemeinsam die Rennen bestreiten.

In den Team-Rennen fahren wir an der Seite zweier Partner. Dabei zählt das Gesamtergebnis des Teams, was das Rennen gerade für Einsteiger einfacher macht.

Es gibt außerdem einen Storymodus, bei dem wir einer simplen Hauptgeschichte folgen: Sonic und seine Freunde werden von einem dubiosen Unbekannten zu einem Rennmarathon eingeladen, bei dem tolle Gewinne locken. Sie lassen sich darauf ein und absolvieren Runde um Runde. Auf einer Karte meistern wir die einzelnen Stationen und rücken immer weiter vor bis zum Finale. Im Laufe dieser Geschichte gesellen sich weitere Charaktere dazu und fahren mit uns in den Rennen. Und auch der unbekannte Veranstalter offenbart langsam seine fragwürdigen Absichten…

Neben den diversen Rennmodi bietet das Spiel zahlreiche Möglichkeiten, um unser Auto optisch zu verändern. Diese Extras schalten wir mit Bonuspunkten frei, die wir uns mit Erfolgen in den Rennen verdienen. Hier sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt und jede Kleinigkeit am Wagen lässt sich nach unseren Wünschen anpassen. Ein cooles Feature!

Von der Präsentation her ist das Spiel solide. Richtig gut ist die fast durchgehend deutsche Sprachausgabe. Lesefähigkeiten sind deshalb kaum nötig, da die wichtigsten Textbausteine vorgelesen werden. Das macht das Spiel auch für sehr junge Gamer gut spielbar. Sega hat sich sogar gute Synchronsprecher geleistet, die den Charakteren viel Charme verleihen. Die flotte Musik, die alle Rennen untermalt, nervt hingegen etwas. Das stört zum Glück aber nicht besonders.

Mach mir den Mario!

Und wie schlägt sich “Team Sonic Racing” nun im Vergleich zu “Mario Kart 8”? Es macht definitiv viel Spaß, reicht qualitativ aber nicht an das Mario-Vorbild heran. Dafür sind die Strecken zu wenig abwechlungsreich und das Gameplay ist generell etwas zu turbulent und unübersichtlich.

Das ist allerdings Kritik auf hohem Niveau: “Team Sonic Racing” wird jedem, der ein Kart-Fan ist und Spaß an diesen Funracer hat, sehr gut unterhalten. Vor allem hat es einen für Familien wirklich genialen Modus: das Team-Racing. Dank diesem Modus kommen auch Einsteiger ins Spiel hinein, weil sie Hilfe haben. Und das ist gerade bei jüngeren Spielern, die sich einmal mit diesem Genre probieren wollen, wirklich Gold wert.

Fazit
"Team Sonic Racing" ist ein gelungener Funracer, der dank diverser Modi sowohl für Einsteiger als auch Profis geeignet ist. Dank der kompletten deutschen Vertonung sind Lesefähigkeiten kaum nötig. Somit ist es bereits ab sechs Jahren gut spielbar.
Besonders gut:
  • Team-Rennen ist ideal für Einsteiger und junge Spieler
  • Es gibt auch einen speziellen Einspielermodus
  • Zahlreiche Modifikationen für das eigene Auto sind möglich
  • Komplett deutsche Sprachausgabe
Nicht so gut:
  • Nervige Musikuntermalung
  • Präsentation des Spiels ist ziemlich durchschnittlich
7.8
Gut
Abwechslung - 7
Präsentation - 7
Spieldesign - 8
Umfang - 9
Mehrspielermodus - 8
Geschrieben von
... spielt leidenschaftlich an der Konsole seit er mit acht Jahren ein "Sega Master System" geschenkt bekommen hat.

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