Was Eltern über »Call of Duty: Black Ops 4« wissen sollten

Zum ersten Mal bietet »Call of Duty« einen Jeder-gegen-Jeden-Modus – genau wie das beliebte »Fortnite«. Doch »Call of Duty« ist wesentlich brutaler und deshalb erst recht nichts für Jugendliche.

Jedes Jahr ein neues „Call of Duty“ – doch diesmal ist etwas anders. Denn statt den Spieler in mehrere Missionen zu schicken, haben die Entwickler einen Battle-Royale-Modus integriert, der sehr an das populäre „Fortnite“ erinnert. Doch „Call of Duty“ ist weitaus actiongeladener und brutaler.

Die „Call of Duty“-Titel zählen zu den populärsten Videospielen auf dem Markt. Jedes Jahr erscheint ein neuer Teil und die Verkaufszahlen sind immer sehr hoch. Die Spiele sind zwangsläufig auch auf Schulhöfen und in Klassenzimmern ein Thema, obwohl sie erst ab 18 Jahren freigegeben sind. Worum geht es in den Spielen und was macht der im Oktober erschienene neueste Teil anders? Gamefamily erklärt es!

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Wie »Fortnite« aber realistischer

„Call of Duty: Black Ops 4“ verzichtet vollständig auf eine Kampagne, also eine Hauptgeschichte mit mehreren Missionen. Bislang hatte jeder Teil der Serie einen solchen Spielmodus. Der Spieler schlüpfte in die Rolle eines Kriegshelden und kämpfte sich – oft in Begleitung weiterer Team-Mitglieder – aus der Ego-Perspektive und einem großen Waffenarsenal durch verschiedene Level und Missionen bis zum großen Finale. Dabei wurden aufwendig inszenierte Geschichten erzählt, in deren Verlauf es immer wieder zu schicksalshaften Wendungen kam – ganz wie in einem actiongeladenen Hollywood-Film.

Genau das fehlt nun in „Black Ops 4“. Stattdessen haben sich die Entwickler einem aktuellen Trend angenommen, dem Battle-Royale-Modus – oder auch „Jeder-gegen-Jeden“. Das Prinzip poppt gerade in der Videospielszene auf und ist vor allem dank „Fortnite: Battle Royale“ sehr bekannt geworden. Von diesem Stück Kuchen wollen nun auch die „Call of Duty“-Macher etwas abhaben und schicken in diesem Online-Modus Dutzende Spieler auf eine riesige Spielkarte, um sich gegenseitig nach dem virtuellen Leben zu trachten. Sieger ist, wer sich alleine oder im Team gegen bis zu 99 andere Spieler durchsetzt.

Während wir in „Fortnite: Battle Royale“ durch bunte Landschaften laufen und besiegte Gegner einfach aus der Welt teleportiert werden, ist „Call of Duty“ in seiner Darstellung deutlich drastischer. Die Welt ist in einem realistischen Look gehalten, wir feuern sehr echt aussehende, futuristische Waffen ab und es fließt mitunter reichlich Blut. Töten wir einen Gegner, bleibt die angeschossene Leiche am Boden liegen. Es rummst und kracht, während sich die Spieler gegenseitig beschießen – von der comichaften Inszenierung eines „Fornite“ ist dieses Spiel weit weg. „Call of Duty“ ist aber seit je her nur ein Spiel für Erwachsene.

Schmatzende Zombies auf der Titanic

Neben Battle Royale können Spieler auch ganz klassisch online gegen andere spielen. Die Karten sind dann wesentlich kleiner und konzentrierter, es treten auch weniger Spieler zusammen an. Diesen Modus kennen wir bereits aus den Vorgängern.

In „Black Ops 4“ gibt es zudem einen Spielmodus mit Zombies. Der Spieler kämpft alleine oder ebenfalls im Team gegen die fleischfressene Horde. Dieser Modus wird eingangs mit Kurzfilmen erzählt, die eine kleine Rahmengeschichte schaffen. Die Entwickler haben dafür unterschiedliche Szenarien und Level gebaut, in einem sind wir sogar an Deck der Titanic und müssen uns gegen die Zombies mit brachialer Waffengewalt zur Wehr setzen. Auch hier spart das Spiel nicht an einer expliziten Gewaltdarstellung: Die Zombies sehen sehr angsteinflößend aus, torkeln blutverschmiert und verfault auf uns zu. Mit einem gezielten Kopfschuss setzen wir dem ein Ende. Je mehr Wumms unsere Waffe hat, umso eher bestehen wir gegen die Scharen von Untoten.

Im Zombie-Modus müssen wir Horden von Untoten bekämpfen. Hier geht es ziemlich rasant und blutig zur Sache – nichts für schwache Nerven.

Der Reiz von „Call of Duty“ liegt für viele Spieler darin, dass es einerseits sehr filmreif inszeniert ist und eine opulente Grafik bietet. Zugleich ist es aber auch kein dumpfes Ballerspiel. Insbesondere im Online-Modus ist das Können entscheidend. Brachiales Ballern nützt eher wenig, wir müssen mit Weitsicht und Taktik vorgehen. Die richtige Waffe im richtigen Moment macht den Unterschied. Auch wenn wir im Team spielen, ist gute Zusammenarbeit gefragt, um gegen das gegnerische Feld zu bestehen.

Diese Art von elektronischem Sport ist für Aussenstehende oft befremdlich. Seien Sie aber versichert: Es geht den Spielern nicht ums pure Töten und die dargestellte Gewalt. Wäre „Call of Duty“ so simpel, hätte es keine so große Fangemeinde.

Einschätzung:

Wie jeder „Call of Duty“-Teil gehört „Black Ops 4“ nicht in die Hände von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren. Das Spiel lebt auch von seiner drastischen, teils recht blutigen Darstellung. In diesem Punkt liegt der große Unterschied zu „Fortnite“, auch wenn wegen des Battle-Royale-Modus eine starke Ähnlichkeit zwischen beiden Spielen besteht. Lassen Sie sich hier aber keinen Bären aufbinden – „Black Ops 4“ ist ganz klar nur etwas für Erwachsene!

Bilder: Activision
Geschrieben von
... spielt leidenschaftlich an der Konsole seit er mit acht Jahren ein "Sega Master System" geschenkt bekommen hat.

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