Was Eltern wissen sollten über “GTA 5”

„GTA 5“ ist ein Spiel nur für Erwachsene – lesen Sie hier, warum das so ist.

Worum geht es in “GTA 5” und warum ist das Spiel erst ab 18 Jahren freigegeben? In diesem Artikel erfahren Eltern alles Wichtige im Überblick – und auch, welche kinderfreundlichen Alternativen es gibt.

Die USK-Einstufung für “Grand Theft Auto 5” – kurz “GTA 5” – ist klar: Nicht freigegeben unter 18 Jahren. Dennoch beschäftigt das Spiel auch Kinder und Jugendliche. Es ist trotz seines erwachsenen Inhalts ein Thema in Klassenzimmern und auf diversen Online-Plattformen. Viele Eltern wissen jedoch gar nicht, womit sich ihr Nachwuchs da beschäftigt. In diesem Artikel wird deshalb erklärt, worum es in “GTA 5” geht, welche Aufgaben der Spieler hat und warum das Spiel nicht in die Hände von Kindern und Jugendlichen gehört.

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Inhalt

  1. Worum geht es?
  2. Was macht der Spieler?
  3. Warum ist das Spiel erst ab 18 Jahren?
  4. Wer spielt “GTA 5” und warum?
  5. Welche Alternativen für Jugendliche gibt es?

Worum geht es?

Das Spiel handelt im fiktiven US-Bundesstaat San Andreas und unter anderem in der darin angesiedelten Großstadt Los Santos, die auf Los Angeles basiert. Hier lernen wir die drei Hauptprotagonisten des Spiels kennen: Franklin, der das große Geld machen will, Michael, ein Verbrecher im unglücklichen Ruhestand, und Trevor, ein brutaler, drogensüchtiger Psychopath.

Nachdem jeder der drei Charaktere zunächst einzeln vorgestellt wird, treffen sie im späteren Verlauf der Geschichte aufeinander. Alle drei geraten in eine Zwickmühle und versuchen nun durch diverse Überfälle ihre Finanzlage zu ändern und so alles zum Besseren zu kehren. Dabei gehen sie auch über Leichen.

Was macht der Spieler?

Die Besonderheit von “GTA” ist die spielerische Freiheit in einer riesigen, frei begehbaren Spielwelt. Jeder Ort auf der Landkarte ist erkundbar, jedes beliebige Fahrzeug kann gestohlen werden. Wir sollten zwar der Handlung des Spiels folgen, müssen es aber nicht. Es gibt auch abseits davon reichlich zu tun: Wer will, besucht einen kleinen Freizeitpark, kauft für seinen Charakter neue Kleidung, spielt eine Runde Tennis, fährt Wettrennen, geht Rotwild jagen oder verbringt Zeit im Theater oder im Strip-Club – mitsamt virtuellen Vorführungen. Die Entwickler haben “GTA 5” mit etlichen spielerischen Aktivitäten ausgestattet und aufwendig umgesetzt. Es ist beinahe eine Lebenssimulation.

Eine Tour mit dem Flugzeug offenbart, wie groß die Spielwelt von “GTA 5″ ist. Der Spieler kann überall hin und interessante Orte entdecken. Eine Eigenschaft, die das Spiel für viele Menschen so unterhaltsam macht.

Diese Freiheit gibt uns das Spiel aber ebenso, wenn wir böse sind: Der Spieler kann jederzeit Chaos verursachen und zur Waffe greifen.

Es ist zwar nicht Ziel des Spiels, doch wir können wahllos Passanten verprügeln und auf sie schießen oder Autos im Verkehr in die Luft jagen. Mit der entsprechenden Waffe ausgestattet, richten wir in der Umgebung erheblichen Schaden an und töten die virtuellen Menschen auf den Straßen.

Das Spiel belohnt solche Aktionen nicht direkt – das heißt, wer Unruhe stiftet, hat bald die Polizei am Hals und kann den eigentlichen Aufgaben nicht mehr nachgehen. Wir müssen die Ordnungshüter also erst wieder abschütteln und flüchten oder uns verstecken. Verhalten wir uns weiterhin kriminell, steigt der Fahndungslevel. Dann gehen die Beamten aggressiver vor, greifen in großer Zahl an oder verfolgen den Spieler über weite Strecken. Der Spieler kann sich wehren und auf die Polizisten weiter feuern – meist endet das in drastischen Schusswechseln. Die Konfrontation kann für unsere Spielfigur im Gefängnis enden, wo wir dann all unsere Ausrüstung verlieren, oder tödlich verlaufen und dadurch den jüngsten Spielfortschritt kosten.

Unschuldige anzugreifen wird in “GTA 5” also nicht einfach toleriert. Möglich ist es aber trotzdem.

Folgen wir der eigentlichen Handlung, gilt es nach und nach einzelne Missionen zu meistern. Diese sind in die Geschichte eingebettet, die mit zahlreichen filmartigen Zwischensequenzen weitererzählt wird. Dabei lernen wir auch die Charaktere näher kennen und erfahren etwas über ihre Vergangenheit und Motivation. In vielen der Aufgaben machen wir uns kriminell und sind beispielsweise als Drogenkurier unterwegs, sollen für jemanden einen Störenfried ausschalten oder überfallen den örtlichen Juwelier. Der Einsatz der Waffe ist häufig wesentlicher Bestandteil, nicht selten müssen wir uns dabei gegen die Ordnungshüter oder befeindete Banden zur Wehr setzen.

Warum ist das Spiel ab 18 Jahren freigegeben?

Natürlich ist bereits die kriminelle Grundstimmung des Spiels kein kinder- und jugendfreundlicher Inhalt. “GTA 5″ ist hier sehr konsequent und erzählt eine Geschichte, die geprägt ist von Gewalt, Drogenkonsum und Sex, sowohl im eigentlichen Spielablauf als auch in teils dramatischen Filmsequenzen. Der Spieler wird zum Akteur und kann auch abseits der gestellten Aufgaben weiteren Aktivitäten nachgehen – viele davon ebenfalls “auf der schiefen Bahn”. In Waffenläden rüsten wir uns mit diversen Feuerwaffen aus, von der einfachen Pistole bis hin zum Granatwerfer. Vulgäre Sprache und Szenen mit sexuellem Inhalt kommen in “GTA 5″ auch immer wieder vor.

In der Hauptgeschichte des Spiels werden wir in Banküberfälle, Erpressungen und Auftragsmorde verwickelt – meist ist der Spieler am Abzug der Waffe.

Einige der vorgegebenen Ziele sind besonders heikel. So müssen wir beispielsweise in der Rolle des psychopathischen Trevor eine aufgebrachte Horde von “Hinterwäldlern” innerhalb einer vorgegebenen Zeit erschießen. An anderer Stelle werden wir in eine Folterung involviert, sollen dabei die Folterwerkzeuge auswählen und per Tastendruck die Prozedur an unserem Opfer vollziehen. Solche Szenen sind in “GTA 5” zwar nicht an der Tagesordnung, doch sie machen ziemlich deutlich, dass das Spiel nichts für Minderjährige ist und es sich um (makabere) Unterhaltung für Erwachsene handelt.

Neben den erwähnten Missionen bietet “GTA 5” einen Online-Modus, in dem wir mit anderen Menschen über das Internet spielen. Die Spieler können sich gegenseitig bekämpfen oder als Gemeinschaft antreten. Am erwachsenen Inhalt von “GTA 5” ändert dieser Modus aber nichts. Im Gegenteil: Nicht alle Mitspieler sind nett zueinander. Dass da auch mal Schimpfwörter, böse Nachrichten oder unschöne Sprachkommentare fallen, macht den Online-Modus vielleicht etwas menschlich – aber keinesfalls jugendfreundlich.

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Gibt es “GTA 5”-Alternativen für Kinder?

“GTA 5” ist wie ein virtueller Spielplatz: In der großen Spielwelt können wir alles erkunden und diversen Blödsinn machen. Klar, dass das auch für Kinder und Jugendliche spannend ist. Kinderfreundliche Alternativen, die so etwas ebenfalls bieten, gibt es leider nur wenige.

Folgende Titel kommen dem aber sehr nahe – per Klick erfahren Sie mehr darüber oder können das Spiel direkt bei Amazon bestellen*.

“LEGO City Undercover” (USK ab 6)

Das Spiel ist die perfekte Alternative für junge Spieler. Es handelt in der frei begehbaren Stadt Lego City, und auch hier hat der Spieler viele verschiedene Ziele und Aktivitäten – jedoch völlig gewaltfrei inszeniert und stattdessen mit viel Humor erzählt. Es ist für alle aktuellen Spielkonsolen erhältlich. Mehr zum Spiel erfahren Sie hier.

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“Marvel’s Spiderman” (USK ab 12)

Der Spieler meistert als Superheld Spiderman in einer riesigen Stadt diverse Aufgaben und kann sich dort völlig frei bewegen. Es gibt eine unterhaltsame Hauptgeschichte und auch abseits davon reichlich zu tun. Die Action im Comicstil ist auch für jüngere Spieler geeignet. Das Spiel gibt es aber nur für die PS4. Mehr dazu lesen Sie hier.

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“Need for Speed Heat” (USK ab 12)

In diesem Action-Rennspiel meistert der Spieler Wettrennen durch eine frei befahrbare Stadt in Florida. Wir sind zwar nicht zu Fuß unterwegs, doch zumindest das Autofahren ist hier auch für Jugendliche drin. Erhältlich ist das Spiel für PS4 und Xbox One, hier lesen Sie mehr darüber.

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“The Legend of Zelda: Breath of the Wild” (USK ab 12)

In einer realistischen Stadt spielt dieses Abenteuer zwar nicht, dafür bietet es eine riesige, offene Welt, in der wir auf fremde Völker treffen und diverse Geheimnisse entdecken. Wir erkunden weite Wiesen, große Täler, trockene Wüsten oder verschneite Gebirge. Das Spiel ist für Nintendo Switch erhältlich. Erfahren Sie hier mehr darüber.

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“Burnout Paradise” (USK ab 12)

“Burnout Paradise” ist ein Rennspiel in einer ebenfalls offenen, frei befahrbaren Spielwelt. Besonders realistisch geht es hier nicht zu, stattdessen liegen Geschwindigkeit und Zerstörung mit waghalsigen Stunts und spektakulären Unfällen im Vordergrund. Das ist Action auch für junge Spieler. Das Spiel gibt es für alle gängigen Konsolen, mehr dazu lesen Sie hier.

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Schlusswort:
Wer Kinder “GTA 5” spielen lässt, setzt sie Gewalt, Sex, Drogen und Vulgärsprache aus – denn das ist wesentlicher Inhalt dieses Spiels. Der Spieler kann mit Waffengewalt jede Menge makaberen Unsinn anstellen und Fußgänger erschießen oder Autos in Brand setzen. Also ganz deutlich: Es handelt sich hier um ein Spiel für Erwachsene, das muss Eltern bewusst sein. Stellen Sie sich deshalb auch deutlich gegen das Argument “Das spielt doch sowieso jeder” und schauen Sie stattdessen nach kinderfreundlichen Alternativen.

Wie ist Ihre Meinung zu diesem Spiel? Schreiben Sie es in die Kommentare unten!

Bilder: Rockstar Games/Take Two

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4 Kommentare

  1. Danke für diese Information. Leider sind Gewalt, Drogen und Sex inzwischen fast überall (sogar im TV-Nachmittags- und Vorabendprogramm) Inhalt der “Unterhaltung”. Dies macht es den (inzwischen beängstigend wenigen) verantwortungsvollen Eltern immer schwerer, geeignete Spiele für ihre jugendlichen Nachkommen auszuwählen, da mittlerweile die Aussage der Kinder “alle ausser mir dürfen das” tatsächlich oft stimmt und man sich einer Wand von Unverständnis und Wut gegenübersieht . Wir werden dennoch durchhalten. Unsere Kinder werden solche Spiele auf legalem Wege nicht erhalten.

    Antworten
    • Jugendlichen Spiele zu verbieten führt nicht dazu dass sie die Neugier zum Spiel verlieren, so versuchen diese nur noch stärker nicht erwischt zu werden als es zu lassen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen dass das Kind immer ein Weg finden wird…

      Antworten
  2. “Dass da auch mal Schimpfwörter, böse Nachrichten oder unschöne Sprachkommentare fallen, macht den Online-Modus vielleicht etwas menschlich – aber keinesfalls jugendfreundlich.” Das heist man soll Jugendliche nicht mit menschlichem Konfrontieren?

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    • Hallo! Nein, das heißt, dass es unter Älteren gewisse Umgangsformen gibt, die für Kinder und Jugendliche nicht gerade passend sind.

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